Diese sieben Punkte sollten Sie bei der Tieradoption unbedingt beachten

Menschen, die ein Herz für Tiere haben und sich einen Vierbeiner an ihrer Seite wünschen, spielen mit dem Gedanken einer Tieradoption und möchten so einem Haustier ein Zuhause schenken. In diesem Zusammenhang muss allerdings einiges bedacht werden, denn die Anschaffung eines Haustieres sollte nicht spontan und unüberlegt erfolgen.

Stattdessen sollten potenzielle Tierhalter/innen bedenken, dass es um das Schicksal eines Lebewesens geht, das auf das Wohlwollen seiner Menschen angewiesen ist. Wer sich dessen bewusst ist, nimmt die Tieradoption ernst und sollte dementsprechend die folgenden sieben Punkte beachten.

1. Geben Sie einem Tier aus dem Tierschutz eine Chance!

Um mit der Anschaffung eines Tieres nicht noch die Produktion von Tieren zu fördern, die dann vielfach in den Tierheimen landen, sollten Sie einem Tier aus dem Tierschutz eine Chance geben. Auf diese Art und Weise geben Sie einem Vierbeiner ein Zuhause, der in Not geraten ist und verzweifelt ein neues Zuhause sucht.

Tausende Tiere unterschiedlichster Art befinden sich in der Obhut des Tierschutzes, so dass Sie Ihrem Wunsch nach einem Haustier nachgeben und zugleich etwas für den Tierschutz tun können.

2. Übernehmen Sie Verantwortung für das ganze Tierleben!

Im Vorfeld einer Tieradoption muss stets bedacht werden, dass man dadurch viel Verantwortung übernimmt.

Diese hält das gesamte Tierleben an und macht die Tieradoption zu einer langfristigen Entscheidung. Nur wer dieser gerecht werden kann und bereit ist, sich die nächsten Jahre hingebungsvoll um sein Haustier zu kümmern, sollte ernsthaft über die Anschaffung eines Haustiers nachdenken.

3. Klären Sie die finanziellen Aspekte der Tierhaltung ab!

Tierliebe ist zwar keine Frage des Geldes, aber die Haltung von Haustieren bedarf dennoch gewisser finanzieller Mittel. Neben der notwendigen Ausstattung und den Anschaffungskosten sind hier vor allem die regelmäßigen Ausgaben für gutes Futter sowie die Tierarztkosten zu nennen. Insbesondere Letztere können im Laufe eines Hunde- oder Katzenlebens mehrere Tausend Euro betragen.

Es ist daher wichtig, dass ein finanzieller Puffer vorhanden ist. Sie müssen sich die Haltung folglich leisten können.

4. Lernen Sie das Tier vorab kennen!

Mensch und Tier sollten miteinander harmonieren und zueinander passen. Um dies sicherzustellen, sollten Sie Ihren neuen Vierbeiner vor der eigentlichen Adoption kennenlernen, um festzustellen, ob die Chemie stimmt. Zunächst stehen Besuche im Tierheim an, bevor dann eine Probezeit ansteht.

Während dieser zieht das Tier probeweise beim Interessenten ein, so dass das Zusammenleben ausprobiert werden kann. Nach einer solchen intensiven Kennenlernphase weiß man, ob man zusammenpasst oder nicht.

5. Schaffen Sie ein artgerechtes Zuhause für Ihr neues Haustier!

Fällt die Entscheidung für eine Tieradoption, ist es wichtig, ein artgerechtes Zuhause zu schaffen.

Im Zuge dessen sollte man das notwendige Zubehör anschaffen und beispielsweise den Käfig einrichten oder das Körbchen platzieren. In anderen Fällen gilt es, einen Platz für den Kratzbaum zu finden und die Katzentoilette in der Wohnung zu positionieren. Auslauf und Beschäftigung sind weitere Aspekte, die zu berücksichtigen sind. Bevor das Tierheimtier in sein neues Zuhause umzieht, muss dort somit eine tiergerechte Umgebung geschaffen werden.

6. Holen Sie eine Genehmigung des Vermieters ein!

Wenn die Nachbarn Probleme machen oder der Vermieter keine Tierhaltung erlaubt, ist dies für Tierhalter/innen ein schwerer Schlag, der sie mitunter dazu zwingt, ihren Vierbeiner abzugeben.

Damit es nicht dazu kommt, sollte man vor einer anstehenden Tieradoption mit den Nachbarn sowie mit dem Vermieter sprechen. Tierheime und Tierschutzvereine verlangen daher vielfach eine schriftliche Genehmigung des Vermieters. Wer Eigentum besitzt, hat solche Probleme nicht.

7. Nehmen Sie sich Zeit für die Eingewöhnung!

Ist der Einzug des neuen Haustiers geschafft, fängt die eigentliche Arbeit erst an. Mensch und Tier müssen sich zunächst kennenlernen.

Sie sollten Ihrem neuen Vierbeiner Zeit geben, die neue Situation zu verarbeiten und sich allmählich einzugewöhnen. Es ist daher empfehlenswert, dass Sie sich Urlaub nehmen, um da zu sein und ein intensives Kennenlernen zu ermöglichen.

Fazit

Im Tierfachhandel oder beim Züchter kann man Tiere kaufen und muss keine adäquate Vorbereitung nachweisen. Bei der Adoption eines Tieres aus dem Tierheim sieht dies anders aus, denn die Tierschützer/innen wollen sicherstellen, dass ihre Schützlinge in verantwortungsvollen Händen landen und ein schönes Zuhause finden. Interessierte sollten ohnehin darum bemüht sein, den Anforderungen der Tierhaltung gerecht zu werden.

Wer dabei die genannten sieben Punkte bei der Tieradoption beachtet, schafft eine solide Basis und kann sich auf ein harmonisches Zusammenleben mit einem Vierbeiner freuen.