Tierschutz

Der Tierschutz liegt vielen Menschen ganz besonders am Herzen, denn dadurch sollen Tiere eine angemessene Wertschätzung und einen respektvollen Umgang erfahren. Die Haltung von Haustieren ist allgemein weit verbreitet und wird zumeist als große Bereicherung empfunden. Tierhalter sollten sich jedoch stets vor Augen führen, dass ihre Haustiere empfindsame Lebewesen sind, die eine angemessene Haltung verdienen. Dies gilt im Übrigen auch für Nutztiere, die zuweilen vergessen werden.

Der Tierschutz widmet sich allen Tieren und genießt unter anderem auch in der Politik sowie auf gesetzlicher Ebene einen hohen Stellenwert, so dass der Tierschutz längst nicht nur für Tierfreunde ein Thema ist. Die Ursprünge des Tierschutzes gehen bis zum Beginn der Menschheitsgeschichte zurück, denn obwohl Tiere vor allem aus praktischen Gründen gehalten wurden, wurden sie aus religiösen Gründen vielfach verehrt. Dies ist teilweise bis heute der Fall, wobei der heutige Tierschutz eher auf moralischen und ethischen Überlegungen basiert. Der Mensch trägt Verantwortung für seine Mitgeschöpfe, insbesondere dann, wenn er sie zum eigenen Nutzen oder als tierisches Familienmitglied hält.

Welche gesetzlichen Regelungen gibt es zum Tierschutz?

Obwohl der Tierschutz für viele Menschen eine absolute Selbstverständlichkeit ist, bedarf es hier durchaus gesetzlicher Regelungen. Nur dadurch können einheitliche Standards definiert und etwaige Verstöße geahndet werden. In der Bundesrepublik Deutschland ist in diesem Zusammenhang vor allem das Tierschutzgesetz zu nennen, das im Jahr 1972 als Bundesgesetz erlassen wurde und seitdem Tiere gesetzlich schützt. So ist darin der Grundsatz zu finden, dass Tieren nicht ohne vernünftigen Grund Leid zugefügt werden darf. Zugleich definiert das Tierschutzgesetz es als Verantwortung des Menschen, das Leben und Wohlbefinden von Tieren zu schützen. Die elementare Basis des gesetzlich verankerten Tierschutzes findet sich jedoch im Grundgesetz, dass den Tierschutz verfassungsrechtlich zum Staatsziel erklärt.

Welche Formen des Tierschutzes gibt es?

Gesetze und Standards allein helfen bei der Umsetzung des Tierschutzes nur bedingt weiter und sorgen bestenfalls für eine solide Basis. Zudem ist ein praktischer Tierschutz erforderlich, der auf diverse Organisationen und Institutionen setzt. Hierzulande ist dabei der Deutsche Tierschutzbund als eine der wichtigsten Dachorganisationen zu nennen. Die aktive Tierschutzarbeit passiert dahingegen in den Tierheimen, Tierschutzvereinen, privaten Auffangstationen und anderen Tierhilfen. Neben der Heimtierhaltung sind auch die Jagd sowie die Nutztierhaltung zentrale Themen des Tierschutzes.

Wie kann man im Tierschutz helfen?

Menschen, die den Tierschutz nicht nur befürworten, sondern aktiv unterstützen möchten, können einiges tun. So haben sie unter anderem die folgenden Optionen:

  • Spenden an den örtlichen Tierschutzverein
  • Adoption von Tierheimtieren anstelle von Tierkäufen im Handel oder beim Züchter
  • Ehrenamt im Tierschutzverein beispielsweise als Gassigänger oder Pflegestelle

Welche beruflichen Perspektiven gibt es im Tierschutz?

All diejenigen, die im Tierschutz ihre Berufung sehen und sich voll und ganz dem Schutz der Tiere widmen möchten, wollen hier oftmals beruflich tätig werden. Indem sie im Tierschutz arbeiten, tun sie etwas Sinnvolles und können ihre ganze Kraft und Zeit dafür aufwenden. Obgleich im Tierschutz allgemein keine üppigen Gehälter gezahlt werden, kann ein Job als Tierpfleger/in durchaus die Erfüllung sein.

Was sind die Ziele des Tierschutzes?

Durch die große Bandbreite des Tierschutzes und angesichts der vielfältigen Aktivitäten kommt hin und wieder die Frage auf, worum es konkret geht. Ganz grundsätzlich hat der Tierschutz das Ziel, Tieren ein artgerechtes Leben ohne Leid zu bieten. Sowohl in der Haustierhaltung als auch in der Nutztierhaltung sowie in Zusammenhang mit der Jagd sehen Tierschützer noch großes Verbesserungspotenzial und leisten daher wichtige Aufklärungsarbeit. Gleichzeitig liegt ihnen die Vermittlung von in Not geratenen Vierbeinern ganz besonders am Herzen.