Hundewelpen aus dem Tierheim

Menschen, die sich einen Hund anschaffen und diesen von Anfang an begleiten möchten, geben einem niedlichen Welpen den Vorzug. Züchter sind hier die ersten Anlaufstellen und halten immer wieder niedliche Hundewelpen bereit, die erst vor wenigen Wochen das Licht der Welt erblickt und noch ihr ganzes Leben vor sich haben.

Ein solches Hundekind ist ohne Frage ein wahrer Herzensbrecher, so dass man sich augenblicklich verliebt. Gleichzeitig sollten Hundeliebhaber aber auch an die zahllosen Hunde im Tierschutz denken, die längst nicht immer alt und krank sind. Welpen und Junghunde stehen hier ebenfalls immer wieder zur Vermittlung.

So kann man sich den Traum vom niedlichen Hundewelpen erfüllen und gleichzeitig etwas Gutes für den Tierschutz tun, indem man einen Hundewelpen aus dem Tierheim adoptiert.

Warum landen Hundewelpen im Tierheim?

Viele Menschen sind zunächst sehr überrascht, dass auch Welpen in Not geraten und so im Tierheim landen können. Ein niedlicher Welpe dürfte schließlich problemlos zu vermitteln und daher kein echter Tierschutzfall sein. Die Realität sieht aber leider anders aus.

Überforderte Welpenkäufer oder auch Menschen, die sich spontan und ohne jegliche Gedanken einen jungen Hund angeschafft haben, bemerken zuweilen schnell, dass sie einen Fehler gemacht haben und nicht mit dem Tier zurechtkommen beziehungsweise ihm nicht gerecht werden können. Eine schnelle Abgabe des Welpen ist dann die Folge. Hat dieser noch Glück im Unglück, wird er nicht einfach weitergereicht, sondern im Tierheim abgegeben.

Viele Welpen in Not stammen auch aus dem Ausland und sind die Nachkommen verwahrloster Straßenhunde. Der Auslandstierschutz bietet immer wieder Hundewelpen aus diesem Umfeld die Chance auf ein gutes Zuhause in Deutschland. Außerdem landen oftmals gleich mehrere Welpen im Tierheim, wenn ein illegaler Tiertransport aufgeflogen ist und die Tiere beschlagnahmt wurden.

Leider gibt es einige Situationen, durch die Welpen in eine ernstzunehmende Notlage geraten können und Opfer des Menschen werden. In den Tierheimen und Tierschutzvereinen finden sie zunächst einen Zufluchtsort und werden von dort aus an verantwortungsbewusste und liebevolle Menschen vermittelt, die ihnen ein schönes Hundeleben ermöglichen.

Darauf sollte man bei Hundewelten aus dem Tierheim achten

Anstelle eines Welpen vom Züchter ein Hundekind aus dem Tierheim zu adoptieren, ist in gleich mehrfacher Hinsicht sehr löblich. Ohne auf die Freude zu verzichten, die ein niedlicher und tollpatschiger Welpe ins Haus bringt, kann man so den Tierschutz aktiv unterstützen und gleichzeitig dubiosen Vermehrern den Rücken kehren.

Allerdings ist es auch nicht sinnvoll, alles durch eine rosarote Brille zu betrachten, denn die Adoption eines Hundewelpen aus dem Tierheim kann eine besondere Herausforderung sein. So sollten Interessierte die folgenden Dinge beachten und bedenken:

  • Hundewelpen sind noch nicht stubenrein und benötigen auch ansonsten eine umfassende Erziehung, weil sie alles erst noch lernen müssen.
  • Welpen in Not haben mitunter schon den einen oder anderen Besitzerwechsel erlebt und sind dadurch eventuell verängstigt.
  • Die Umstände der Zucht sowie die ersten Lebenswochen des jungen Hundes bleiben vielfach im Dunkeln und geben Rätsel auf.
  • Bei Hundewelpen aus dem Tierheim ist oftmals nicht bekannt, welche Rassen mitgemischt haben, so dass es sich gewissermaßen um eine tierische Wundertüte handelt.

Die erste Zeit mit einem Welpen erfordert immer viel Zeit und Engagement, wobei dies bei Hundewelpen aus dem Tierheim ganz besonders der Fall sein kann. Wer einem jungen Tierschutzhund eine Chance geben möchte, sollte sich dessen bewusst sein und die damit einhergehende Aufgabe nicht unterschätzen.

Die Welpenvermittlung im Tierschutz

Wer sich einen Welpen anschaffen und zugleich zum Tierschutz beitragen möchte, sollte sich im Tierschutz umsehen. So manches Tierheim verfügt über eine eigene Welpenvermittlung. Ansonsten erfährt man dort, wo Welpen in Not vermittelt werden. Das Tierheim kann möglicherweise einen Kontakt zur betreffenden Tierschutzorganisation herstellen.

Die Vermittlung von Hundewelpen über den Tierschutz wird in der Regel besonders streng durchgeführt. Die Tierheime wollen nicht als Bezugsquelle für günstige Welpen dienen, sondern legen besonderen Wert darauf, dass die in ihrer Obhut befindlichen Hundekinder das beste Zuhause finden.

Folglich erleben Interessenten die Welpenvermittlung besonders fordernd und intensiv. Dies dürfen sie den Tierschützern aber nicht verübeln, denn diese haben nur das Tierwohl im Sinn und möchten ein Zuhause finden, in dem der Hund sein Leben lang glücklich sein kann.

Was ist das Besondere an Hundewelpen aus dem Tierheim?

Im Gegensatz zu ausgewachsenen Hunden aus dem Tierheim müssen bei Hundewelpen ein paar Besonderheiten beachtet werden. Dies fängt schon damit an, dass es sich um heranwachsende Hunde handelt, die immer wieder ihre Grenzen austesten. Es bedarf somit einer konsequenten und zugleich liebevollen Erziehung. Hier muss man bei 0 anfangen und zunächst die Grundlagen erarbeiten. Stubenreinheit und Leinenführigkeit sind hier die ersten Herausforderungen.

Bei Hundewelpen aus dem Tierschutz sind zudem oftmals die Elterntiere unbekannt. Es lässt sich folglich nicht vollends absehen, wie sich der Welpe optisch entwickeln und welche Größe er schlussendlich erreichen wird.

Worauf muss man bei Welpen aus dem Auslandstierschutz achten?

Tierschutzorganisationen aus dem Ausland vermitteln immer wieder Welpen nach Deutschland. Menschen, die den Tierschutz fördern und zugleich ein Hundekind adoptieren möchten, sehen darin ihre große Chance.

Allerdings sollten sie die folgenden Punkte beachten, die zusätzliche Hürden darstellen können:

  • Ein vorheriges Kennenlernen ist bei Welpen aus dem Auslandstierschutz oftmals nicht möglich. Die neuen Besitzer nehmen den Hund beispielsweise am Flughafen in Empfang und direkt mit nach Hause.
  • Die Herkunft von Welpen aus dem Ausland ist oftmals ungewiss, so dass man sich als neuer Welpenbesitzer überraschen lassen muss.
  • Die Ausreise nach Deutschland bedeutet für junge Hunde enormen Stress, weshalb diese erst einmal Zeit brauchen, um richtig anzukommen.
  • Hundewelpen aus dem Auslandstierschutz sind oftmals auf der Straße oder in einem überfüllten Tierheim zur Welt gekommen und haben bislang nur wenig kennengelernt.

Achtung! Tipp aus der Redaktion

Unabhängig davon, ob es ein Welpe aus einem heimischen Tierheim oder dem Auslandstierschutz sein soll, holt man sich damit einen verspielten Junghund nach Hause, der noch sein ganzes Leben vor sich hat.

Den Hund aufwachsen zu sehen und ihn in die eigene Familie integrieren zu können, ist überaus erfüllend, bedeutet aber auch viel Verantwortung. Hundeliebhaber mit einem Herz für in Not geratene Vierbeiner sollten außerdem den folgenden Tipp aus unserer Redaktion beherzigen.

Geben Sie auch älteren Hunden aus dem Tierschutz eine Chance!

Welpen haben stets exzellente Vermittlungschancen und finden schnell ein neues Zuhause. Ältere Hunde werden dahingegen vielfach vergessen und verbringen daher lange Zeit im Tierheim. Aus diesem Grund sollten Interessierte an einem Tierschutzhund sich selbst fragen, ob es unbedingt ein Welpe sein muss.