Tierpension im Tierheim

Selbst die verantwortungsvollsten Tierhalter können in Situationen kommen, in denen sie ihren Vierbeiner zeitweise anderweitig unterbringen müssen. Urlaub, Krankheit, ein Umzug und andere Situationen können dafür erforderlich sein. Wer keinen Menschen in der Hinterhand hat, der sich in dieser Zeit angemessen um das Haustier kümmern kann, begibt sich auf die Suche nach einer geeigneten Tierpension. Mancherorts existieren mittlerweile sogar regelrechte Hunde- und Katzenhotels, die den Vierbeinern einen komfortablen Aufenthalt versprechen. Falls es keine solche Einrichtung im näheren Umfeld gibt oder alle Plätze belegt sind, muss niemand verzweifeln, denn viele Tierheime verfügen auch über eine angeschlossene Tierpension. Den geliebten Vierbeiner zeitweise ins Tierheim zu geben, mag zwar zunächst befremdlich wirken, ist aber kein Problem. Ob und inwiefern dies auf das örtliche Tierheim zutrifft, muss aber natürlich im Einzelfall recherchiert werden.

Darauf sollte man achten, wenn man das Tierheim als Tierpension nutzt

Für viele Tierheime gehört es zu ihrem Service dazu, auch als Tierpension zu fungieren. Hier werden somit nicht nur zur Vermittlung stehende Vierbeiner betreut, sondern auch Haustiere, die zeitweise außer Haus untergebracht werden müssen. Insbesondere in Fällen, in denen sich keine andere Option ergibt, ist das Tierheim eine vertrauenswürdige Adresse. So geben viele Halter dem örtlichen Tierheim den Vorzug und sehen von einer Unterbringung bei einem ihnen unbekannten Tiersitter ab. Die Tierheime kommen so als öffentliche Einrichtungen des kommunalen Tierschutzes in den Genuss eines gewissen Vertrauensvorschusses.

Wer sein Haustier zeitweise in der Tierpension im Tierheim einquartieren möchte, sollte sich frühestmöglich darum kümmern und nach Möglichkeit nicht zu kurzfristig dort aufschlagen, wobei sich dies je nach Situation nicht vermeiden lässt. Grundsätzlich ist es ratsam, sich erst einmal mit dem Tierheim in Verbindung zu setzen und herauszufinden, ob eine Tierpension überhaupt Teil der angebotenen Serviceleistungen ist. Trifft dies zu, muss man noch auf einen freien Platz hoffen, denn der größte Teil der verfügbaren Kapazitäten ist im Tierheim üblicherweise für Vermittlungstiere reserviert.

Die Tierheime nehmen Pensionstiere allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen auf. So muss das Tier geimpft und im Besitz eines gültigen Impfpasses sein. Zudem dürfen keine ansteckenden Krankheiten oder Parasiten vorliegen. Ansonsten können auch chronisch kranke Tiere in der Pension eines Tierheims betreut werden. Dabei sollten erforderliche Medikamentengaben, besondere Fütterungsbedingungen und andere Details natürlich genauestens besprochen werden. Weiterhin ist es wichtig zu wissen, ob das Tier beispielsweise kastriert und mit Artgenossen verträglich ist. Auch wenn der Aufenthalt in der Tierpension nicht von Dauer ist, sollte vorab alles geregelt werden, um dem Haustier die kurze Zeit im Tierheim so angenehm wie möglich zu machen.

Dass man deutlich macht, dass das Tier wieder abgeholt wird und nicht vermittelt werden soll, versteht sich wohl von selbst. Weiterhin ist darauf zu achten, dass die Tierheime aus unterschiedlichen Abteilungen bestehen. Auch im Bereich der Tierpension ist dies der Fall, so dass hier die folgenden Einrichtungen bestehen können:

  • Hundepension
  • Katzenpension
  • Kleintierpension
  • Vogelhotel

Je nach Ausstattung des Tierheims und der angeschlossenen Tierpension können zuweilen nur einzelne Tierarten artgerecht betreut werden. Wer Hunde, Katzen, Kleintiere oder Vögel hält, sollte also nicht pauschal auf die Tierpension vertrauen, sondern ergründen, ob eine Hunde-, Katzen-, Vogel- oder Kleintierpension zur Verfügung steht. Ist dies nicht der Fall, kann das örtliche Tierheim aber oftmals entsprechende Adressen nennen.