Pflegestelle für Tiere aus dem Tierheim werden

Längst nicht alle Tiere, die über den Tierschutz ein neues Zuhause suchen, sitzen im Tierheim und warten in einem Zwinger oder Gehege auf Interessenten. Die meisten Tierheime und Tierschutzvereine arbeiten auch mit Pflegestellen zusammen und bringen dort viele ihrer Schützlinge unter.

Wer dies befürwortet und sich im Tierschutz engagieren möchte, denkt unweigerlich darüber nach, selbst Pflegestelle zu werden.

All diejenigen, die ein Tier in Pflege nehmen möchten, sollten nichts überstürzen und sich intensiv mit dem Dasein als Pflegestelle auseinandersetzen. Im Folgenden finden Interessierte weiterführende Informationen, die einen persönlichen Kontakt mit dem Tierschutz aber in keiner Weise ersetzen können.

Tierheime und Tierschutzvereine suchen Pflegestellen

Zunächst sollten Tierfreunde wissen, dass die Tierheime und Tierschutzvereine oftmals hängeringend Menschen suchen, die Tiere in Not in Pflege nehmen. So müssen die Tiere nicht im Tierheim warten, sondern können in einem häuslichen Umfeld betreut werden.

Dies kommt allen Tierheimtieren zugute, denn so haben diese menschliche Bezugspersonen, erleben einen geregelten Alltag und werden bestens auf das Leben in ihrem neuen Zuhause vorbereitet.

Leider ist es aber auch so, dass nicht ausreichend Pflegestellen für alle Tierheimtiere vorhanden sind. Aus diesem Grund werden dort vor allem Tiere untergebracht, die einer besonderen Pflege bedürfen oder die Situation im Tierheim nicht ertragen.

Gleichzeitig betreiben private Tierschutzorganisationen häufig keine Tierheime im eigentlichen Sinne, sondern arbeiten ausschließlich mit Pflegestellen.

Welche Aufgaben haben Pflegestellen im Tierschutz?

Die zentrale Aufgabe einer Pflegestelle im Tierschutz besteht darin, einem Tier ein Zuhause auf Zeit zu bieten. Tiere in Not, die zur Vermittlung stehen, erhalten dort Fürsorge und Pflege. Zudem werden sie in die Familie integriert und immer wieder mit alltäglichen Situationen konfrontiert. Weiterhin genießen sie eine gewisse Erziehung und spüren die Liebe der Menschen.

Wer Pflegestelle werden möchte, muss folglich nicht nur für Futter und Wasser sorgen, sondern gewährleistet eine artgerechte Haltung mit Familienanschluss. Außerdem darf die tierärztliche Versorgung nicht außer Acht gelassen werden.

Die Aufgaben der Pflegestelle sind somit sehr vielfältig und entsprechen weitestgehend denen der klassischen Tierhaltung. Wer ein Tier in Pflege nimmt, muss allerdings auch damit leben, dass das Tier vermittelt wird.

Zwischen Interessenten und den Pflegestellen entsteht ein enger Kontakt, der dem Austausch über das betreffende Tier dient und die erfolgreiche Vermittlung fördert.

Welche Voraussetzungen muss eine Pflegestelle erfüllen?

Einzelpersonen und Familien, die den Tierschutz unterstützen möchten, indem sie Pflegestellen werden, sollten wissen, dass es gewisse Voraussetzungen gibt. Die Tierheime und Tierschutzvereine sind zwar auf Pflegestellen angewiesen, akzeptieren aber dennoch nicht wahllos jeden Interessenten.

Die Auswahl erfolgt ebenso streng wie die eigentliche Vermittlung und geht somit mit ausführlichen Gesprächen sowie einer Vorkontrolle einher. Im Zuge dessen geht es insbesondere um die folgenden Voraussetzungen:

  • angemessene Haltungsbedingungen
  • Mobilität
  • Übernahme der Futterkosten
  • ausreichend Zeit
  • Zuverlässigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein

Darüber hinaus sollten nicht zu viele Tiere im Haushalt leben. Dass keines der Familienmitglieder allergisch oder gegen die Aufnahme eines Pflegetieres sein sollte, ist zudem eine Selbstverständlichkeit.

Achtung! Tipp aus der Redaktion

Menschen, die um die Wichtigkeit der Tierschutzarbeit wissen und auf ehrenamtlicher Ebene ihren Beitrag leisten möchten, sollten darüber nachdenken, Pflegestelle zu werden. Dabei sollten sie auf den folgenden Tipp aus unserer Redaktion besondere Rücksicht nehmen.

Haben Sie keine Angst vor den Kosten!

Viele Tierfreunde scheuen aus Kostengründen davor zurück, Pflegestelle zu werden. Dies ist allerdings nicht notwendig, denn abgesehen von den üblichen Futterkosten werden die Pflegestellen finanziell nicht belastet.

Insbesondere die Tierarztkosten und Ausgaben für Medikamente werden typischerweise vom Tierheim oder Tierschutzverein übernommen. Dadurch ist es keine Frage des Geldes, ob man sich als Pflegestelle im Tierschutz engagiert.