Flugpate für Tiere aus dem Ausland werden

Menschen, die einerseits gerne verreisen und andererseits notleidenden Tieren helfen möchten, können dies miteinander verbinden, indem sie Flugpaten werden. Da viele Hunde und auch Katzen aus dem Auslandstierschutz in ihrer ursprünglichen Heimat keine realistischen Vermittlungschancen haben, werden sie vielfach nach Deutschland vermittelt.

Hat ein Vierbeiner aus dem Auslandstierschutz ein neues Zuhause in Deutschland gefunden oder soll zunächst in einer Pflegestelle untergebracht werden, muss er zunächst nach Deutschland gelangen. Indem Touristen Flugpaten werden, können sie ein solches Tier in die neue Heimat mitnehmen und ihm so zu einer besseren Zukunft verhelfen.

Auslandstierschutz braucht Flugpaten

Ohne Flugpaten wäre der Auslandstierschutz in seiner jetzigen Form nicht möglich. Organisationen, die Auslandstierschutz betreiben, brauchen nicht nur Helfer/innen und Spenden, sondern auch Menschen, die eine Flugpatenschaft übernehmen.

Dies trifft insbesondere auf den mediterranen Raum zu, weshalb Menschen, die ihren Urlaub am Mittelmeer verbringen, besonders gefragte Flugpaten sind.

Vor allem in den folgenden Ländern basiert der private Tierschutz in besonderem Maße auf der Vermittlung nach Deutschland:

  • Spanien
  • Italien
  • Griechenland
  • Türkei

Wer im Zuge des Rückfluges nach Hause kein Tier mitnimmt, kann den betreffenden Anspruch gegenüber der Fluggesellschaft nutzen, um einem Tier in Not die Reise nach Deutschland zu ermöglichen. Die gesamte Organisation wird zwar von der Tierschutzorganisation übernommen, aber Flugpaten sollten sich dennoch bei der Airline über die Modalitäten einer Mitnahme von Tieren informieren.

Welche Voraussetzungen muss ein Flugpate erfüllen?

Wer darum weiß, dass der Auslandstierschutz auf Flugpaten angewiesen ist, und ohnehin einen Urlaub im Mittelmeerraum plant, ist oftmals gewillt, eine Flugpatenschaft zu übernehmen. In diesem Zusammenhang stellt sich allerdings immer wieder die Frage, welche Voraussetzungen Flugpaten erfüllen müssen.

Da Flugpaten weder eine rechtlich noch moralisch verbindliche Patenschaft für das Tier übernehmen, sondern lediglich für eine Beförderungsmöglichkeit nach Deutschland sorgen, müssen sie keine besonderen Voraussetzungen erfüllen.

Bedingung ist lediglich, dass sie nach Deutschland fliegen und im Zuge dessen ein Tier mitnehmen können. Dies sollte vorab mit der Fluggesellschaft abgeklärt werden, um etwaige Komplikationen zu vermeiden.

Welche Kosten entstehen im Rahmen einer Flugpatenschaft?

Viele Reisende sind grundsätzlich durchaus gewillt, Flugpaten zu werden, scheuen aber schlussendlich davor zurück. Der zentrale Grund dafür sind die Kosten, die im Rahmen einer Flugpatenschaft entstehen können. Wer während eines Fluges ein Tier mitnimmt, muss bei so mancher Fluggesellschaft zusätzliche Gebühren zahlen.

Zunächst sollte man mit der Airline in Kontakt treten und feststellen, ob das Flugticket mitunter eine kostenlose Mitnahme eines Vierbeiners beinhaltet.

Selbst wenn die Fluggesellschaft Gebühren erhebt, gehen damit nicht automatisch Mehrkosten für den Flugpaten einher. In der Regel werden etwaige Kosten von der Tierschutzorganisation übernommen.

Diejenigen, die es sich leisten können, sollten aber darüber nachdenken, die Kosten zu übernehmen. Dadurch unterstützen sie den Tierschutz auch finanziell und nicht nur praktisch durch eine Flugpatenschaft.

Achtung! Tipp aus der Redaktion

Flugpate zu werden, erweist sich immer wieder als gute Möglichkeit für Reisende, den Tierschutz ohne großen Aufwand zu unterstützen. Vor dem Abflug nehmen sie das Tier in Empfang und checken gemeinsam mit diesem ein. Das Tier wird dann in seiner Transportbox im Frachtraum der Maschine befördert.

Nach der Landung nimmt der Flugpate den Vierbeiner wieder in Empfang und übergibt ihn noch am Flughafen an Tierschützer, die Pflegestelle oder die neuen Besitzer.

Der Ablauf einer Flugpatenschaft ist denkbar einfach und bedeutet nur einen minimalen Mehraufwand. Interessierte sollten den folgenden Tipp aus unserer Redaktion beherzigen, damit alles reibungslos klappt.

Informieren Sie sich frühzeitig über Tierschutzorganisationen am Urlaubsort!

Spontanität ist vor allem im Urlaub ein großes Thema, in Sachen Flugpatenschaft aber nicht angesagt. Wer Flugpate werden möchte, sollte daher bereits einige Zeit vor der Abreise Tierschutzorganisationen am Urlaubsort ausfindig machen und mit diesen in Kontakt treten. Dabei muss nicht nur abgeklärt werden, ob Flugpatenschaften nach Deutschland benötigt werden, sondern auch wie die Organisation abläuft.