Savannah-Katze – Rassekatze vom Züchter oder Katze aus dem Tierheim

Die Savannah-Katze ist eine noch recht junge Katzenrasse, die den Anschein erweckt, man könne sich eine Wildkatze als Stubentiger nach Hause holen. Die besondere Exotik dieser Katzen ergibt sich daraus, dass es sich um eine Kreuzung einer Hauskatze mit einem Serval handelt. Letzterer ist eine afrikanische Wildkatze und für das ursprüngliche Verhalten und Aussehen von Savannah-Katzen verantwortlich.

Der Wildanteil ist ein wesentliches Merkmal der Savannah-Katze und übt einerseits bei zahlreichen Katzenfreunden eine große Faszination aus, während er auch für einige Herausforderungen sorgt. Interessierte sollten grundsätzlich wissen, welcher Generation eine Savannah-Katze angehört.

Hier existieren die folgenden Abstufungen:

  • F1: mindestens 50% Wildanteil
  • F2: mindestens 25% Wildanteil
  • F3: mindestens 12,5% Wildanteil
  • F4: mindestens 6,25% Wildanteil
  • F5: mindestens 3% Wildanteil

Unabhängig davon, ob es eine Katze aus dem Tierheim oder ein Kitten vom Züchter sein soll, ist die Savannah-Katze eine exotische Wahl. Interessierte erfahren hier alles Wissenswerte und können sich im Folgenden ein genaues Bild von der Savannah-Katze machen.

Das Erscheinungsbild der Savannah-Katze

Optisch erinnern Savannah-Katzen sehr an den Serval, da sie ebenfalls die typische Tupfenzeichnung aufweisen. In Verbindung mit ihrem schlanken und athletischen Körperbau sowie den großen Ohren erwecken diese großen Katzen den Eindruck einer echten Wildkatze. Im Durchschnitt bringen die Tiere 8 bis 10 Kilogramm auf die Waage, während ihre Körperlänge bis zu 120 cm beträgt.

Savannah-Katzen verfügen über ein exotisches Aussehen und zeichnen sich zudem durch ein imposantes Erscheinungsbild aus. Es handelt sich somit um überaus beeindruckende Tiere.

Der Charakter der Savannah-Katze

Der jeweilige Wildanteil ist ausschlaggebend dafür, wie wild eine Savannah-Katze ist. Grundsätzlich handelt es sich um eine gesellige Katzenrasse mit verspieltem und freundlichem Wesen. Unter Berücksichtigung ihrer wilden Vorfahren präsentiert sich die Savannah folglich als sehr liebenswerte und menschenbezogene Katze.

Der ausgeprägte Jagdtrieb und die blitzschnelle Reaktionszeit dürfen allerdings nicht außer Acht gelassen werden.

Der Preis einer Savannah-Katze

Eine Savannah-Katze aus dem Tierheim kostet nicht mehr als andere Tierheimkatzen. Der Tierschutz orientiert sich bei der Festlegung der Schutzgebühren schließlich nicht an der jeweiligen Rasse. Stattdessen sind das Alter des Tieres sowie dessen Impfstatus sowie eine etwaige Kastration ausschlaggebend.

Savannah-Katzen sind allerdings sehr exklusiv und exotisch und daher nur sehr selten im Tierschutz zu finden. Wer eine Savannah-Katze anschaffen möchte, wendet sich daher zumeist an entsprechende Züchter. Diese verlangen hohe Preise, die durchaus zwischen 1.000 Euro und 10.000 Euro liegen können. Die Savannah-Katze gehört zu den teuersten Katzenrassen.

Wie gefährlich sind Savannah-Katzen?

Da es sich bei der Savannah-Katze um eine Katzenrasse handelt, die aus der Einkreuzung des Servals, einer afrikanischen Wildkatze, entstanden ist, lässt sich der Wildkatzenanteil dieser exotischen Katzen nicht leugnen. Dementsprechend stellt sich immer wieder die Frage, wie gefährlich Savannah-Katzen sind.

Grundsätzlich ist zu beachten, dass jede Katze erhebliche Verletzungen verursachen kann. Dies gilt auch für Savannahs. Diese sind zwar grundsätzlich freundlich, erreichen aber eine stattliche Größe. Savannah-Katzen sind somit kräftige Tiere, die sich vehement zur Wehr setzen können. Falls sie entwischen und draußen frei herumlaufen, können sie zudem eine Gefahr für das ökologische Gleichgewicht darstellen.

Wer eine Savannah-Katze hält, hat zwar keine unzähmbare Raubkatze zuhause, trägt aber dennoch viel Verantwortung.

Welches Alter können Savannah-Katzen erreichen?

Unabhängig davon, ob man sein Herz an eine Tierheimkatze verschenkt oder sich für ein Kitten vom Züchter entscheidet, muss man sich dessen bewusst sein, dass die gemeinsame Zeit begrenzt ist. Die Lebenserwartung des Stubentigers ist ein heikles Thema, schließlich wird den Haltern so vor Augen geführt, dass ihnen irgendwann der Abschied von ihrer geliebten Katze bevorsteht.

Krankheiten und Unfälle können stets dazu führen, dass eine Katze früher verstirbt, aber die durchschnittliche Lebenserwartung unter Berücksichtigung der jeweiligen Rasse besitzt dennoch eine gewisse Aussagekraft. So ist es wichtig zu wissen, dass Savannah-Katzen durchaus 12 bis 20 Jahre alt werden können.

Achtung! Tipp aus der Redaktion

Menschen, die mit der Anschaffung einer Savannah-Katze liebäugeln, sollten sich vorab eingehend über die Rasse informieren. Die wilde Optik und auch das ursprüngliche Wesen üben auf viele Katzenfreunde eine enorme Faszination aus.

Bevor sie jedoch eine Savannah-Katze adoptieren, sollten sie den folgenden Tipp aus unserer Redaktion beachten.

Befassen Sie sich mit der artgerechten Haltung der Savannah-Katze!

Die Savannah-Katze ist eine ganz besondere Katzenrasse und stellt daher auch spezielle Anforderungen an die Haltung. Wer eine Katze anschaffen möchte und dabei bei der Savannah landet, muss sich daher fragen, ob er eine artgerechte Haltung gewährleisten kann. Diese erfordert viel Platz und auch ein großzügiges Außengehege. Zudem ist sicherzustellen, dass die Katze keinen unkontrollierten Freilauf hat.

Der Serval-Anteil ist ausschlaggebend für die Anforderungen, die eine Savannah-Katze an ihre Haltung stellt. Tiere aus den Generationen F1 bis F4 sind noch besonders eng mit dem Serval verwandt und erfordern eine dementsprechende Haltung. Zudem existiert eine Meldepflicht. Eine Savannah-Katze artgerecht zu halten, erweist sich somit immer wieder als große Herausforderung.

Nur wer dem ursprünglichen Verhalten gerecht werden kann und die Bedingungen erfüllt, sollte ernsthaft über die Anschaffung einer Savannah-Katze nachdenken. Entspricht die Haltung nicht den Bedürfnissen, tut man dem Tier und auch sich selbst keinen Gefallen.